BerlinDie Lage an den Berliner Kliniken spitzt sich zu. Seit Tagen erklären ihre Vertreter, dass aufgrund der steigenden Zahl der Corona-Patienten ihre Kapazitäten bei Betten und Personal „stark überlastet“ seien. Nun hat die Charité als erste Klinik der Hauptstadt den Ernstfall ausgerufen. Ab Montag wird Europas größtes Universitätsklinikum in einen zweiwöchigen Notbetrieb gehen. Politiker und Mediziner Experten gehen davon aus, dass auch andere Berliner Krankenhäuser folgen werden.

„Ich hoffe, dass nun mit dem Notbetrieb an der Charité jedem in der Stadt der Ernst der Lage klar wird, in welchem Zustand sich die Krankenhäuser befinden“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Tim-Christopher Zeelen, der Berliner Zeitung. „Es geht nicht nur darum, dass genug Betten in den Intensivstationen vorhanden sind. An diesen müssen auch genug ausgebildete Menschen stehen, die die Kranken betreuen.“ Dies sicherzustellen, habe bisher die Senatsgesundheitsverwaltung vernachlässigt, so Zeelen. Möglich wäre es, dass noch weitere Berliner Kliniken dem Beispiel der Charité folgen und in einem Notbetrieb gehen werden, so der Abgeordnete.

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