Inhaber müssen Buchladen Kisch & Co. räumen: „Ich könnte fast heulen“

Für Aktivisten ist die Bedrohung des Buchladens Kisch & Co. ein Symbol für Gentrifizierung: Das Landgericht gibt der Räumungsklage eines Immobilienfonds statt.

Getroffen. Thorsten Willenbrock, Mitinhaber der Buchhandlung Kisch & Co., in seinem seit 1997 bestehenden Laden in Kreuzberg.
Getroffen. Thorsten Willenbrock, Mitinhaber der Buchhandlung Kisch & Co., in seinem seit 1997 bestehenden Laden in Kreuzberg.dpa/Jörg Carstensen

Berlin-Nach dem Urteil zitterten Thorsten Willenbrock die Hände. „Ich könnte fast heulen“, sagte der Mitinhaber des Buchladens Kisch & Co. in Kreuzberg, dessen Räumung das Landgericht Berlin zuvor am Donnerstag angeordnet hatte. „Mit einem Urteil in dieser Klarheit hatte ich nicht gerechnet.“ Vor dem Fenster des Kriminalgerichts standen derweil gut 150 Demonstrierende und setzten sich lautstark für den Erhalt des für sie wichtigen Kulturortes nach über 23 Jahren im Kiez ein. Vorerst vergeblich.

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