Initiative „Bündnis für Buch“: Bucher fordern Direktanschluss an die Autobahn

Die neue Auffahrt im Norden der Stadt soll zwischen Bucher und Karower Chaussee errichtet werden und direkt auf den Campus Buch führen. Dort befinden sich drei Kliniken, drei Forschungsinstitute und 56 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft mit insgesamt 6000 Beschäftigten.

„Die Bucher wollen, dass bestehende Verkehrsströme zu bestehenden Autobahnen intelligenter gelenkt werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Eckert & Ziegler AG, Andreas Eckert. Das Unternehmen gehört mit 630 Mitarbeitern zu den weltweit größten Anbietern von Komponenten für Strahlentherapie und Nukleartechnik.

Die Initiative „Bündnis für Buch“ hat am Mittwoch eine Liste mit 2200 Unterschriften an die Pankower Bezirksverordneten übergeben. Zum Bündnis gehören neben Anwohnern auch das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, das Helios-Klinikum Buch, das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie sowie die EMP Biotech GmbH.

Die Pankower Verordneten lehnen einen Autobahnanschluss in Buch ab, „aufgrund der hohen Kosten, geringen Fahrzeitgewinne und niedriger Wirtschaftlichkeit“, heißt es zur Begründung. Zudem hätte der neue Anschluss „negative städtebauliche Einflüsse auf die Lebensqualität und die Wohnverhältnisse in Buch und Karow“. Stattdessen unterstützt der Bezirk den Bau eines Regionalbahnhofs in Buch.

Die Bucher Initiative entgegnet, der überregionale Liefer- und Patientenverkehr zum Campus führe immer öfter zum Verkehrsinfarkt in Buch. Ein eigener Autobahnanschluss würde die Fahrtzeit der Rettungsfahrzeuge verkürzen (jährlich etwa 55 000) und das Bucher Zentrum würde vom Lieferverkehr zum Campus entlastet.