Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) ist dafür, den Verkauf von Böllern einzuschränken. 
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BerlinAngesichts der Ausschreitungen in Silvesternächten hat Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) Einschränkungen beim Verkauf von Böllern und Schreckschusswaffen gefordert.

Das Polizeirecht und einzelne Verbotszonen für Feuerwerk reichten für eine friedliche Silvesternacht nicht aus, sagte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. „Wir werden nicht über Verbotszonen reden können, wenn es weiterhin erlaubt ist, in jedem Lidl jedes Feuerwerk zu kaufen.“

Zudem müsse man über Möglichkeiten nachdenken, etwas gegen den freien Verkauf von Schreckschusspistolen ohne Vorlage des Kleinen Waffenscheins zu tun. „Über die Frage, ob das nicht frei verkauft werden darf, muss man diskutieren.“

Geisel betonte: „Wir wollen fröhliche Silvesterfeiern. Wenn jemand verantwortlich damit umgeht, wollen wir das nicht beschränken. Aber dass es immer gefährlicher wird, auf die Straße zu gehen, das wollen wir nicht hinnehmen.“

In Berlin gab es an Silvester drei Verbotszonen für Feuerwerk. In der Nacht wurden trotzdem 24 Polizisten (Vorjahr: 45) und 3 Feuerwehrleute durch Angriffe und Böller verletzt. Es gab 617 Brände. Das verbotene Schießen mit Schreckschusspistolen habe „fast inflationär“ zugenommen, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik. (dpa)