Platz 1 für das spacigste Zug-Klo

Beam it down, Scottie! Diese Toilettenkabine hätte auch gut ins Raumschiff Enterprise gepasst. Blaue Lichtleisten, harmonische abgestimmte Farbtöne, abgedimmte Helligkeit – da muss der Fahrgast aufpassen, dass er nicht auf dem Sitz einnickt und von Berlin nach München durchschläft. Leider wird dieses preiswürdige Zug-Klo auf deutschen Schienen vorerst nicht zu finden sein, denn es gehört zu einem RegioJet-Wagen für das tschechische Verkehrsunternehmen Student Agency. Es handelt sich übrigens um rumänisches Design, Hersteller des Wagens ist Astra Vagoane Calatori in Arad.

Nur anschauen, nicht benutzen

Deutlich prosaischer als das rumänische High-Tech-Klo sind die meisten anderen Zug-Toiletten, die auf der Innotrans zu sehen sind. Das scheint aber manche Besucher nicht davon abzuhalten, sie trotzdem auszuprobieren. Anders ist dieser unübersehbare Hinweis nicht zu erklären, oder?

Bombardier DB setzt einen drauf

Innotrans-Besucher haben den Fahrgästen der Deutsche Bahn (DB) etwas voraus. Auf dem Freigelände der Messe können sie schon mal den neuen Doppelstock-Intercity Twindexx von Bombardier inspizieren und in den Wagen Platz nehmen. Die Fahrgäste von DB Fernverkehr müssen sich dagegen noch etwas gedulden. Sollten die ersten von 27 bestellten Intercity-Zügen ursprünglich 2013 geliefert werden, ist nun von der zweiten Jahreshälfte 2015 die Rede. Die DB wartet sehnlichst auf neue Fernverkehrs-Fahrzeuge.

Ob der Doppelstock-IC (Höchsttempo 160) von den Fahrgästen einen Preis für tollen Komfort bekommen wird, ist allerdings fraglich. So richtig geräumig sind die beiden Etagen nicht, und mit schwerem Gepäck ist die Treppe ins Oberdeck eindeutig zu schmal – überhaupt gibt es wenig Platz für Koffer. Trotzdem: Besser als die ausgelutschten Oldtimer, die heute als IC-Züge durch die Lande rollen, sind die neuen Twindexx-Züge allemal.

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