Wer zu Lisa Schreiter in die Beratung kommt, bringt häufig viele, viele ungeöffnete Briefe mit. Mahnungen von Gläubigern finden sich darin, angesammelte Summen von Kreditschulden, Mietschulden, Stromschulden, im Durchschnitt waren es 2021 27.000 Euro pro Fall. Schreiter ist Schuldnerberaterin des Diakonischen Werks in Friedrichshain-Kreuzberg. Immer häufiger entscheiden sich ihre Klientinnen und Klienten im Laufe des Beratungsprozesses für den Weg einer Privatinsolvenz. Im vergangenen Jahr waren es in der Beratungsstelle in der Schlesischen Straße 81,5 Prozent. „Mir fehlt zunehmend der Spielraum für eine außergerichtliche Einigung“, sagt Schreiter. „Eine Mehrheit der Klientinnen und Klienten, die zu mir kommen, haben einfach ein zu geringes Einkommen.“

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