Berlin - In der dritten Welle der Corona-Pandemie scheint das Limit in Krankenhäusern erreicht. 280 Patienten liegen auf den Intensivstationen der Hauptstadt. „Berlin hat für Notfallpatienten nur noch die obligatorischen 2,5 Betten pro Klinik frei“, sagt Steffen Weber-Carstens, Leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Charité, am Freitag auf einer Pressekonferenz. Diese Betten müssten für Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten vorgehalten werden, so Weber-Carstens. „Auf den Intensivstationen ist eine Auslastung von 80 Prozent die absolute Obergrenze. Mehr geht nicht“, sagt er.

Ab kommender Woche werden an der Charité-Universitätsmedizin Berlin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vermehrt in Covid-19-Bereichen eingesetzt, erklärt Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung an der Charité. Die steigende Corona-Patientenzahl mache diesen Schritt nötig. Zudem werde die Zahl der elektiven Eingriffe zurückgefahren. „Wir rechnen mit einer erneut starken Arbeitsbelastung unserer Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte“, sagte Kreis.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.