Berlin - Am späten Freitagnachmittag gab es auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) einen Zwischenfall. Zunächst berichteten Augenzeugen gegenüber der "Berliner Zeitung", dass eine Transportmaschine beim Landen plötzlich eine Rauchwolke hinter sich her gezogen und dann quer zur Landebahn gestanden habe. Die Flughafenfeuerwehr sowie die Feuerwehr des Landkreises Schönefeld waren wegen des Vorfalls im Großeinsatz.

Bundespolizisten bestätigten den Vorfall, der sich gegen 16.50 Uhr ereignet hatte. Einer der Reifen sei geplatzt und habe Feuer gefangen.

Die Flughafengesellschaft als Betreiber des Flughafens Schönefeld wollte sich jedoch nicht äußern. Eine Mitarbeiterin des Pressesprechers verwies auf die Veranstalter der Internationalen Luftfahrtausstellung. Cornelia von Ammon, Sprecherin des Mitveranstalters der ILA, des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), sagte schließlich der "Berliner Zeitung", dass niemand verletzt worden sei. Die Feuerwehr habe die Maschine vom Flugfeld geborgen.

Flugprogramm verzögerte sich

Nach ihren Worten handelt es sich bei der havarierten Maschine um eine Noratlas - ein zweimotoriges militärisches Transportflugzeug ausfranzösischer Produktion aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Bundeswehr setzte das Flugzeug zwischen 1956 und 1980 in ihren Lufttransportgeschwadern ein.

Wegen des Zwischenfalls und der Bergung des Flugzeugs verzögerte sich das weitere Flugprogram der ILA. Für diesen Sonnabend und Sonntag erwarten die Veranstalter wieder Zehntausende Besucher, die sich die Flugschau ansehen wollen. Ob es nach dem Zwischenfall Änderungen am Flugprogramm geben werde, sei noch nicht absehbar, hieß es seitens der Veranstalter.

Veranstaltet wird die Messe durch den Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und das Landeseigene Unternehmen Messe Berlin.

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