Vierhundert Liter schwarze Farbe. So viel brauchte Lutz Henke, um im Dezember mit zwei Dutzend Helfern die berühmtesten Wandbilder Berlins zu übermalen. In den vergangenen sieben Jahren waren die Figuren an den Brandschutzwänden neben der Cuvrybrache so etwas wie Ikonen Kreuzbergs und des kreativen Berlins: zwei, die sich gegenseitig die Masken von den Gesichtern zerrten; ein Geschäftsmann, dessen Hände zwei dicke Armbanduhren fesselten. Jetzt sind nur noch zwei düstere Schatten zu sehen.

Das Hüttendorf, das zwei Jahre lang darunter campierte, ist ebenfalls verschwunden, nur noch aufgewühlte schwarze Erde. Nach dem Treffen in einem Café ein Stück die Straße hinunter, wird Lutz Henke noch mal am Zaun stehen, auf den Ort schauen, den er mitgestaltet hat.

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