Frau Grütters, nach jahrelangem Stillstand ist unter ihrer Ägide der Durchbruch gelungen. Wie kommt das?
Es ist immer gut, wenn man einiges vom Thema versteht und dazu noch eine gewisse Zähigkeit besitzt. Es geht hier nicht nur um den entscheidenden Durchbruch am Kulturforum, sondern auch um den Versuch, eine neue Baupraxis zu erproben. Das Museum der Moderne soll nicht mit der Bundesbaudirektion errichtet werden, sondern mit einem privaten Partner. Bei dem ganzen Verfahren werden wir uns von der ÖPP Deutschland AG beraten lassen. Die sind auf diese Verfahren spezialisiert.

Die ÖPP AG Deutschland ist ein privater Projektentwickler, aber im Eigentum des Bundes. Was für Vorteile bringt deren Mitwirkung?
Wir erwarten, den Bau schneller und kostengünstiger realisieren zu können. Das hat sich etwa am Bundesforschungsministerium gezeigt, das als ÖPP Projekt errichtet wurde.

Der Durchbruch war also, dass die Stifter sich nicht mehr, wie anfangs vorgesehen, an den Baukosten beteiligen müssen, sondern der Bund die Last allein schultert?
Genau, die Sammler brauchten ein starkes Signal, eine verbindliche Zusage des Staates. Sie werden ja auch nicht jünger. Ich hatte auch gewisse Hemmungen, den Sammlern, die uns so großzügig mit ihren Schätzen bedenken, noch für den Bau in die Pflicht zu nehmen.

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