Wie ein mahnender Geist wacht die Statue von Käthe Kollwitz an diesem Frühlingsnachmittag über den gleichnamigen Platz in Prenzlauer Berg. Kaum ein Ort wäre besser geeignet, um "Die Prenzlschwäbin" zu treffen: Hier auf dem Kollwitzplatz wurde im Januar 2013 der Spätzle-Anschlag auf das Kollwitz-Denkmal verübt, der die so genannte "Schwabylonien"-Debatte um Gentrifizierung und Mieten, Schrippen und Wecken entfachte.

Auch die Schauspielerin Bärbel Stolz, die hinter der schwäbelnden Kunstfigur aus dem Video steckt, hat einmal in Prenzlauer Berg gewohnt. Die 37-Jährige ist in Esslingen bei Stuttgart geboren und lebt seit fast 20 Jahren in Berlin. Wir haben sie zum Gespräch ohne Worte gebeten.

Frau Stolz, wie viel Schwäbin steckt noch in Ihnen?

Warum leben Sie gern in Berlin?

Was ist typisch für Berlin?

Was nervt Sie am meisten an den Berlinern?

Welche Berliner Eigenart würden Sie niemals annehmen, obwohl Sie schon lange hier leben?

+ Sehen Sie im nächsten Abschnitt, was "Die Prenzlschwäbin" über "ihre Landsleute" aus Baden-Württemberg denkt. +