Mit den schicken, englisch sprechenden jungen Menschen und ihren aufgemotzten Imbissen, die sich in Neukölln ausbreiten, will Conor Creighton, 35, nichts zu tun haben. Zum Treffen schlägt der irische Schriftsteller, dessen Buch „Strange Love. Oder: Wie ich lernte, die Deutschen zu lieben“ dieser Tage erschien, ein unscheinbares Eiscafé an der Sonnenallee vor. „Dort gibt’s keine Flat Whites und keine Sojamilch, aber es ist Neukölln pur“, schreibt er in einer E-Mail. Er wohnt in der Nähe. Die Kellnerin begrüßt ihn und bringt sofort türkischen Tee, schwarz und bitter. Das Interview führen wir auf Deutsch, manchmal streut Conor Creighton ein englisches Wort ein.

Mister Creighton, es ist fast ein eigenes Genre geworden: englischsprachige Autoren, die über ihr Leben in Deutschland und Berlin schreiben. Wie ist Ihr Buch zustande gekommen?

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