Als ein aus Mahlsdorf kommender Zug einlief, stieg K. kurz vor dem Abklingeln in den ersten Wagen ein (Symbolfoto).
Foto: bpk / Bundesstiftung Aufarbeitung / Klau

Berlin - Eigentlich, so erzählte es Wolfgang K. seinen Stasi-Vernehmern später, habe er an diesem 27. Mai 1983 auf dem Alexanderplatz demonstrieren wollen. Mit einem großen Plakat wollte er gegen die Politik der SED-Führung protestieren, damit man ihn festnehme und in den Westen ausbürgere. „Ich habe das dann aber sein lassen, weil ich ganz einfach nicht wusste, welche Losung ich auf das Plakat schreiben soll“, sagte K. aus. Stattdessen entschied er sich für einen irrwitzigen Plan, um seinen Traum vom Leben im Westen zu verwirklichen: Er kaperte eine vollbesetzte S-Bahn und zwang die Fahrerin, im Bahnhof Friedrichstraße nicht anzuhalten, sondern einfach weiterzufahren – nach Westberlin.

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