Radikalen Moslems ist es gelungen, in Berlin eine Propaganda-Veranstaltung abzuhalten. Unter dem Deckmantel einer Benefiz-Veranstaltung für notleidende Muslime in Syrien versammelten sich am Sonntag in Neukölln zahlreiche Anhänger des Salafismus, einer besonders radikalen Strömung des Islam.

Eingeladen hatten Prediger wie der Konvertit Pierre Vogel und Ibrahim Abou Nagie. Letzterer steckt hinter der Verteilung Millionen kostenloser Koran-Exemplare, bei denen Salafisten im 2012 Polizisten angegriffen hatten. Am Freitag war bekanntgeworden, dass die Prediger zu der dschihadistischen Gruppe „Die wahre Religion“ aus Köln-Bonn gehören, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

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Der Betreiber eines ursprünglich gemieteten Saales in der Kreuzberger Markgrafenstraße sagte den Islamisten ab. Die meldeten danach eine Kundgebung vor dem Haus an. Gegen die Islamisten protestierte nur die islamfeindliche Partei Pro Deutschland mit 20 Anhängern. Eine von der NPD angemeldete Kundgebung wurde kurzfristig wieder abgesagt. Auch bei den Islamisten kamen nur rund 30 Teilnehmer.

Bewacht wurden beide Seiten von einem Großaufgebot der Polizei. Kurz nach Eröffnung wurde die Kundgebung wieder beendet. Die Teilnehmer begaben sich zu dem Saal in der Neuköllnischen Allee. Polizei und Verfassungsschutz glauben, dass dort nicht nur für Notleidende sondern auch für den bewaffneten Kampf gegen „Ungläubige“ gesammelt wurde.