Berlin - Die Menschen behaupten oft von mir, ich könne keiner Fliege was zuleide tun. Nun habe ich gelernt: Es stimmt nicht. Gerade hatte ich Urlaub, eine Pause vom Redaktionsalltag, die ich nicht mit Reisen verbrachte, sondern auf der Couch, hauptsächlich in liegender Position. Ohne Auftrag, ohne Ziel. Doch dann sind sie plötzlich da: Fruchtfliegen. Am Anfang schenke ich ihnen kaum Beachtung, auch nicht mein Partner. Doch dann, als sich unser Blick schärft, sehen wir sie sitzen: an der Decke, mal allein, mal in Gruppen.

Nun ist mein Vater im Forst tätig, sitzt auch auf dem Hochsitz – den Jagdinstinkt hat er an mich vererbt. Und: Ich bin Besitzer einer Elektro-Fliegenklatsche, das Schießgewehr des kleinen Mannes. Das Gerät sieht aus wie ein Tennisschläger, mit Metallstreben dort, wo sonst das Netz ist, und wird mit Batterien betrieben. Am Griff ein Knopf. Er wird gedrückt, die Fliege anvisiert, gezielt, dann gibt es einen Knall – und das Insekt sinkt darnieder. Bevor jetzt Peta kommt: Mir tut es leid um jede einzelne Fliege. 

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