Berlin - Dieses Weihnachten wird anders ausfallen als andere. Man könnte sagen: Es wir ein sehr innerliches Fest, mit Zeit zum Nachdenken. Genau so, wie es jahrhundertelang war, wenn die Menschen in eine Jahresetappe abtauchten, die man als natürlichen Lockdown bezeichnen könnte.

Jüngst sang ich einige alte Kinderlieder für meine Enkelin ein. Zum Beispiel „Komm, lieber Mai, und mache“ von 1776, später von Mozart vertont. Ein Junge (Fritzchen) erzählt darin, wie trüb die Winterzeit ist, in der man so gut wie gar nichts tun kann. Na gut: Man baut „Häuserchen von Karten, spielt Blindekuh und Pfand“, manchmal fährt man Schlitten. Aber ansonsten ist nicht viel los. Das „Steckenpferdchen“ muss in der Ecke stehen, weil das „Gärtchen“ völlig voller Schmutz ist. Am meisten Trübsal bläst das arme Lottchen, die Schwester von Fritzchen: „Umsonst hol’ ich ihr Spielchen/ zum Zeitvertreib herbei:/ Sie sitzt in ihrem Stühlchen/ wie’s Hühnchen auf dem Ei.“ 

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