Der Zwischenfall am RAW-Gelände, bei dem der Freund von Sängerin Jennifer Weist von der Band Jennifer Rostock attackiert worden ist, hat nun auch die Polizei veranlasst, ein paar Nachtschwärmer-Tipps auf ihrer Facebookseite zu veröffentlichen. Denn der brutale Überfall in Friedrichshain ist längst kein Einzelfall. Seit zweieinhalb Jahren stellt die Polizei rund um die Amüsiermeile zwischen Revaler und Warschauer Straße einen Anstieg des Drogenhandels fest. Es kommt auch immer öfter zu Taschendiebstählen, Körperverletzungen und Raub.

Wie man sich verhalten soll, lesen Sie hier:

1. Wertsachen zu Hause lassen!

Lasst gerade, wenn Ihr wisst, dass Ihr gemeinsam mit vielen anderen auf engem Raum Party macht, Wertsachen, die Ihr nicht dringend braucht, zu Hause (Ketten, Schmuck, Uhren), die anderen tragt eng und am besten nicht sichtbar am Körper (Telefone bspw.). Geld könnt Ihr auch in die Hosentasche stecken oder in die Socken/Schuhe.

2. Geht auf Distanz!

Wenn Ihr merkt, dass sich Euch jemand nähert, der nicht zu Euch gehört und sich auffällig verhält, geht auf Distanz oder fragt Eure Leute laut, ob jemand den Typen kennt. Sobald jemand sich beobachtet fühlt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er von der Tat ablässt.

3. Stellt Öffentlichkeit her!

Wenn Ihr merkt, dass Euch jemand etwas wegnimmt, dann stellt Euren Kumpels gegenüber laut und eindeutig dar, was da gerade passiert und ruft am besten: “Hey STOPP, lass mich los, das sind meine Sachen!“ Und zu Euren Kumpels: “Hey, helft mir, ich werde beklaut!“ Dadurch wird Öffentlichkeit hergestellt, die kein Täter gerne hat. Und Ihr habt mit Euren Freunden ein taktisches Team, das dem Täter gegenübersteht, so dass er spürt, dass er es nicht mehr mit einem Einzelnen zu tun hat, sondern mit einer ihm übermächtigen Gruppe. Obwohl viele Täter die Tat zwar allein ausführen, werden sie passiv von Unterstützern begleitet, die ihnen gegebenenfalls Rückendeckung geben. Dennoch bedeutet es, wenn Ihr Euch als Gruppe zusammenschließt in aller Regel Abschreckung für weiteres Handeln. Ihr könnt Euch auch immer an Ordner und Türsteher wenden.

4.Gebt die Sachen lieber freiwillig raus!

Versucht Straftaten nicht gewaltsam zu verhindern indem Ihr die Sachen festhaltet oder den Täter direkt gewaltsam davon abhaltet. Gebt die Sachen im Zweifel lieber freiwillig raus.
Hier gilt der Grundsatz: Kein Gegenstand kann so wertvoll sein, wie die eigene Gesundheit.

5. Setzt keine Waffen ein!

Unternehmt nichts, was den Täter reizen könnte. Denkt daran: Die Täter sind vorbereitet, ihr werdet überrascht sein. Und setzt bloß nicht irgendwelche Gegenstände als Waffen gegen den Täter ein, auch die "Gegenseite" zieht ihre Waffen und das kann tödlich enden.

6. Haut ab!

Versucht so schnell wie möglich aus der Situation herauszukommen, haut ab!

7. Ruft die Polizei!

Alarmiert uns so schnell Ihr könnt. Denn nur, wenn wir wissen, welche Taten wann und wo Euch den Spaß verderben, können wir helfen, daran etwas zu ändern, damit Ihr in Ruhe feiern könnt. (BLZ)