Berlin - Jens-Holger Kirchner parkt seinen Opel Zafira in der Kollwitzstraße. Es ist ein kalter grauer Tag, nur ein einziges Kind trotzt auf der Schaukel des Spielplatzes dem eisigen Wind. Kirchner steigt aus, zieht die Pudelmütze tief ins Gesicht. Verabredet ist ein Spaziergang rund um den Kollwitzplatz, mitten in Berlins meistdiskutiertem Biotop. Kirchner hat hier früher gelebt und gearbeitet. Er schaut sich um. An der Ecke gibt es das Restaurant Belluno, einen Haushaltswarenladen namens Coledampf’s CulturCentrum und einen Laden, der Badesalze und hochwertige Handtücher verkauft.

Doch Kirchner, der Baustadtrat, sieht das nicht. Er sieht dänische Ferienwohnungsbesitzer, Spekulationsobjekte, Quadratmeterpreise wie in London. „Das explodiert gerade, Prenzlauer Berg ist in das Interesse der Weltwirtschaft gerückt“, sagt Kirchner mit Berliner Dialekt. Er sieht dabei aus, als würde er sich selbst ein bisschen wundern.

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