Berlin-Schönefeld - Die freundliche Übernahme des neuen Flughafens durch seine Besitzer begann am Sonntag. Bis zum Mittag kamen viele Hunderte zum Inspizieren, Begutachten und Ausprobieren zum BER. Wenn der Eindruck nicht täuscht, laufen die Dates auf eine Versöhnung zwischen den Berlinern und der größten Problembaustelle hinaus. Wen man auch fragte am Sonntagvormittag – man hörte Wohlgefallen bis Begeisterung und nur ein ganz klein bisschen Gemecker. Aber selbst das blieb unberlinisch verhalten.

Am Informationsschalter sitzt in bester Laune eine Lady von Christine-Lagarde-Format und empfängt einen Herrn, der ihr die Inbesitznahme verkündet: „Ich besuche meinen Flugplatz zum ersten Mal!“, teilt er mit und lüpft kurz seine Maske: „Sie sollen mich lächeln sehen!“ Der Herr heißt Uwe Klasen, ist Architekt und konnte auch bisher schon von seinem Garten in Grünau aus Flugzeuge sehen. Nun will er gleich am Tag eins anschauen, was die Kollegen Gerkan und Marg, die Architekten des BER, abgeliefert hätten. Er ist begeistert: „Ein beeindruckend hoher Raum.“ Zum Einsatz von Nussbaumholz im Inneren sagt er: „Was Edles – find ich gut.“ Auch die Anfahrt im Auto auf das Gebäude hat ihn beeindruckt: „Das ist schon ein grandioses Bild.“ Mit Kennerblick betrachtet er das Informations- und Leitsystem: „Die Elemente könnten sich bei vollem Betrieb, wenn viele Menschen herumwuseln, als zu klein erweisen.“

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