Berlin - Zur Erinnerung: Im Juli 2014 wurden auf dem Gelände der Freien Universität Berlin (FU) bei Bauarbeiten Knochen von mindestens 15 Erwachsenen und Kindern gefunden. Der Fund lag in einer speziell dafür ausgehobenen Grube; nummerierte Kunststoffmarken wiesen auf eine wissenschaftliche Sammlung hin. Die Arbeiter riefen die Polizei. Diese überstellte die menschlichen Überreste an das Gerichtsmedizinische Institut der Charité. Allerdings versäumte es das Präsidialamt der FU – damals von Peter-André Alt geleitet –, der Polizei und den Gerichtsmedizinern mitzuteilen, was man genau wusste: Die seltsamen Knochen stammten aus dem ehemaligen Garten des einst berüchtigten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Ebendieses Institut hatte 1944 Skelette und eine Vielzahl anderer menschlicher Präparate von Josef Mengele aus Auschwitz erhalten.

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