Einsam sitzt eine ältere Dame an einem sonnigen Herbstvormittag in der Synagoge der Chabad-Gemeinde in der Münsterschen Straße in Wilmersdorf. Sie hält den Kopf nach vorne gebeugt. Ihre langen weißen Haare fallen über die Schulter. Sie betet. Von draußen mischen sich Kinderlachen und Baulärm. Jüdisches Leben in Berlin, so selbstverständlich, als wäre es irgendwo auf der Welt. Möglich ist diese Entwicklung durch die Chabad-Gemeinde, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Vor 26 Jahren nämlich kam der Rabbiner Yehuda Teichtal aus New York nach Berlin. Er war nie zuvor hier gewesen. Er kam als einer der vielen Lubawitscher Botschafter (schluchim), die von der, vom Rabbiner Menachem Mendel Schneerson angeführten, chassidischen Bewegung in alle Welt geschickt wurden – um den Juden in aller Welt eine spirituelle Heimat zu bieten, mit einem sehr starken sozialen Schwerpunkt. Scheerson, der „Rebbe“, war 1941 über Paris nach New York geflohen.

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