Alexanderplatz, zehn Uhr morgens. Armin Langer, 23, wartet auf den Regionalzug nach Potsdam. Um ihn herum sammeln die Pendler, Fahrgäste rempeln einander an, drängen auf den Steig, die Treppen rauf und runter. Armin Langer fällt durch sein gelassenes Auftreten und seinen gemächlichen Schritt in der hektischen Menge auf. Er hat beschlossen, einen späteren Zug zu nehmen. „Für einen Tee“, sagt er, „habe ich noch Zeit.“

Langer lässt sich am Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam zum Rabbiner ausbilden. Eigentlich ist dies noch keine Besonderheit. Doch Armin Langer ist schwul. Wenn er mit seiner Ausbildung fertig ist, dann ist er ein offen schwuler Rabbiner.

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