Berlin - Ein Familienstreit hat die Massenschlägerei am Dienstag in einer Berliner Autozulassungsstelle ausgelöst. Die beiden Familien seien bereits in der Vergangenheit mehrmals aneinandergeraten, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Berlin. Das Aufeinandertreffen in der Zulassungsstelle sei aber zufällig gewesen.

Bei der Auseinandersetzung waren fünf Männer im Alter von 18 bis 51 Jahren verletzt worden, einer von ihnen schwer. Drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und 25 Jahren wurden festgenommen. Sie befinden sich nach wie vor in Haft. Eine Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

Nach einem Bericht der „Abendschau“ hatte es zunächst eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gegeben. Nachdem Zeugen die Streithähne voneinander getrennt hätten, hätten diese sich per Handy Unterstützung herbeigeholt und der Streit sei weitergegangen.

Bis zu 20 Männer gingen den Angaben der Polizei zufolge mit Schlagutensilien sowie Messern zunächst im Gebäude in der Jüterboger Straße aufeinander los. Danach sei die Prügelei auf dem Hof weitergegangen. Ein Beamter gab vor dem Zulassungsgebäude einen Warnschuss in die Luft ab und die Lage beruhigte sich laut Polizei zunächst. Allerdings nicht lange. Kurze Zeit später prügelten beide Gruppen wieder aufeinander ein. Nur weitere alarmierte Polizisten brachten die Lage schließlich unter Kontrolle. (dpa)