Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ging im März weiter zurück. Nach Angaben der hiesigen Arbeitsagenturen sind in der Stadt derzeit 179.586 Menschen als arbeitslos registriert. Das sind 3015 Arbeitslose weniger als noch im Februar und 30.270 weniger als vor einem Jahr. In Brandenburg fiel die Arbeitslosigkeit sogar auf einen Tiefststand. Denn mit 73.368 Arbeitslosen waren so wenige Brandenburger als arbeitslos gemeldet wie in keinem März zuvor. Entsprechend fielen auch die Arbeitslosenquoten. In Berlin liegt sie bei 8,8 Prozent, 5,5 Prozent sind es in Brandenburg.

Nach den Worten von Arbeitsagenturchefin Ramona Schröder ist die Frühjahrsbelebung in der Region spürbar, die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 14 Prozent zurückgegangen. „Grundsätzlich ist der Trend am Arbeitsmarkt positiv“, sagte Schröder am Donnerstag. Allerdings bestünden infolge des Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Belastungen Unsicherheiten, die sich auf den Arbeitsmarkt auswirken könnten.

1200 neue Ausbildungsplätze in Berlin geschaffen

Zunächst zeigt der Beschäftigungstrend allerdings weiter nach oben. Nach den aktuell verfügbaren Daten gab es zuletzt in Berlin 1,622 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das sind 4,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders in den Bereichen Information und Kommunikation, Handel und Verkehr wurden Stellen geschaffen. In Brandenburg stieg die Zahl der Beschäftigten um 1,9 Prozent auf 871.500. Dort weisen vor allem die Bereiche Industrie und Handwerk ein Plus auf.

Einen deutlichen Aufschwung erlebte auch der Ausbildungsmarkt. Nachdem die Zahl der Ausbildungsplätze in der Region während der Pandemie drastisch gesunken war, gibt es aktuell in Berlin etwa 1200 betriebliche Ausbildungsstellen mehr als vor einem Jahr. Mit knapp 12.000 Ausbildungsplätzen stehen damit mehr Stellen als vor der Pandemie zur Verfügung und nähren die Hoffnung, dass sich die in Berlin dramatisch hohe Jugendarbeitslosigkeit verringert. Derzeit ist das Gegenteil der Fall. Im März waren sogar mehr Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren arbeitslos als im Februar und als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote dort stieg auf 12,0 Prozent.

Bundesweit waren im März 2,362 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 66.000 weniger als im Februar und 465.000 weniger als im März 2021. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,2 Punkte auf 5,1 Prozent.