Die mutmaßliche Schmuggel-Affäre rund um die Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel weitet sich aus. „Bei den laufenden Untersuchungen wird nun gegen einen zweiten Beamten wegen Diebstahls ermittelt“, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner,  der Berliner Zeitung. Über die Person und deren mögliche Verstrickung in den Fall wollte sich Steltner aber vorerst nicht weiter äußern.

Die Affäre hatte im vergangenen Herbst für bundesweites  Aufsehen gesorgt. Zwei Häftlinge des größten Männer-Gefängnisses des Landes hatten im September im ZDF-Magazin „Frontal 21“ JVA-Beamte beschuldigt, an Schmuggelgeschäften im großen Stil beteiligt gewesen zu sein. Vollzugsbeamte hätten gegen Bezahlung dafür gesorgt, dass illegalerweise Drogen, Alkohol und Handys in das Gefängnis gelangen würden. Laut Aussagen der Häftlinge sollen mehrere Beamte auch mit Hilfe von Insassen Waren, die in den Gefängniswerkstätten hergestellt wurden, geklaut und nach draußen geschmuggelt und verkauft haben.

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