Bauarbeiter beobachten neugierig von oben das dichte Gedränge am Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in der Tauentzienstraße am Wittenbergplatz in West-Berlin, das nach dessen Wiedereröffnung am 3.7.1950 herrscht.
Foto: picture alliance / ZB

Berlin - Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stellte das KaDeWe seine Überlebensfähigkeit unter Beweis und öffnete in „Anlehnung an alte Pläne, aber erheblich vereinfacht“ als erstes kriegszerstörtes Warenhaus in Deutschland seine Pforten. Das früher für sein gehobenes Sortiment und seine Luxuswaren bekannte Haus deckte zunächst vor allem die Grundversorgung der Berliner. Die hatten der Wiedereröffnung schon ungeduldig entgegengefiebert. Ein Reklameballon lockte ebenso Kunden an wie ein überdimensional großer Bär mit Zylinderhut und Blumen in einem umgebauten Riesenschaufenster an der Ecke zur Passauer Straße.

„Punkt 11 Uhr vormittags sinken die Vorhänge von 20 metallumrahmten Fenstern, die Türhüter öffnen die Pforten, Schutzpolizisten lösen die Absperrungskette auf. Auf der Brüstung des ersten Stockes verfolgen Verkäuferinnen, Abteilungsleiter, Pressevertreter und Polizeioffiziere das Schauspiel. Aus der Musikabteilung erklingt der neueste Werbeschlager ,Berlin hat wieder seinen alten Tauentzien‘“, berichtete die Presse über den Eröffnungstag. Doch es dauerte lediglich Minuten, bis die Türen wegen Überfüllung wieder geschlossen werden mussten und der Einlass nur noch schubweise erfolgte.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.