Berlin - Nun ist es raus. Nachdem am Dienstag der Vorstandschef von Siemens Energy überraschend die Streichung von 3000 Jobs in Deutschland angekündigt hatte, wissen nun die insgesamt 4800 Berliner Beschäftigten, was das für sie bedeutet. Am Mittwochmittag teilte die Geschäftsführung während einer virtuellen Mitarbeiterversammlung mit, dass in der Stadt 740 Stellen gestrichen werden sollen. Von dem Arbeitsplatzabbau betroffen ist ausschließlich das Gasturbinenwerk in der Huttenstraße in Moabit. Dort will Siemens Energy jeden vierten Job streichen.

„Das ist wie ein Schlag mit der Keule“, sagt Günter Augustat. Er ist Vorsitzender des Betriebsrats im Moabiter Werk. 2900 Menschen arbeiten dort. Nach der Abspaltung des Energiebereichs von Siemens und der Gründung der Siemens Energy AG habe in Berlin Aufbruchstimmung geherrscht, sagt Augustat. Die Entscheidung jetzt nennt er respektlos und kurzsichtig. In der Belegschaft hätte niemand mit einem Stellenabbau in diesem Ausmaß gerechnet.

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