Will mehr Polizei im Kampf gegen den Rechtsextremismus: Andreas Geisel (SPD).
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BerlinWegen der Gefahr durch rechtsextremen Terrorismus soll die Berliner Kriminalpolizei in den entsprechenden Bereichen verstärkt werden. „Dort werden wir uns stärker aufstellen müssen als das bisher der Fall war“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Dazu werde man sich die Organisation im Landeskriminalamt (LKA) bei der Abteilung 5 für den Staatsschutz noch mal anschauen und „speziell überlegen, was wir tun können bei der Bekämpfung rechtsextremistischer Straftaten in der Stadt.“ Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Die Polizei erhöhte ihre Präsenz

Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte, auch in anderen Bereichen seien die Anfang des Jahres erfolgten Neuorganisationen gut gestartet. Das gelte für die neue Innenstadt-Direktion 5, die für die Orte mit viel Kriminalität zuständig sei. In dieser Direktion City gebe es jetzt eine Brennpunktinspektion mit drei Brennpunktkommissariaten für Alexanderplatz, Görlitzer Park, Kottbusser Tor und Warschauer Brücke.

65 zusätzliche Polizisten seien als Brennpunkt- und Präsenzeinheit (BPE) für diese Orte sowie Nord-Neukölln jetzt an sieben Tagen in der Woche im Einsatz. Im April werde die Zahl auf 120 Polizisten erhöht.

Schon in den vergangenen Wochen seien von diesen Polizisten rund 8500 Einsatzkräftestunden geleistet worden. Die Polizisten hätten etwa 1200 Identitäten festgestellt, rund 600 Platzverweise erteilt und knapp 160 Anzeigen gestellt. Die größere Präsenz der Polizei sei von den Anwohnern positiv aufgenommen worden.