Schätzungsweise 4000 Schweden leben in Berlin, und viele kommen als Touristen zu Besuch in die Hauptstadt. Wenn sie Heimweh kriegen – oder andere Berliner sich nach schwedischem Essen und Kultur sehnen – gibt es in der deutschen Hauptstadt viele Möglichkeiten zu entdecken. Wir haben sechs Tipps  zusammengestellt.

1. Café Stockholm in Prenzlauer Berg

Im Café Stockholm bekommt man unter anderem die „Kanelbullar“, die schwedischenZimtschnecken, kann also eine richtige schwedische „Fika“ (Kaffeepause) machen.

Kollwitzstraße 74, https://www.facebook.com/jenseitsvonschweden/

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2. Schwedenmarkt in Friedenau

Hier gibt es schwedische Lebensmittel wie Knäckebrot oder eingelegten Hering. Der Laden wird von Helge Drescher betrieben. „Ich mache es aus Leidenschaft“, sagt er. Drescher fährt regelmäßig nach Schweden, um die Lebensmittel zu importieren.

Viele Schweden kommen hierher, um einzukaufen, vor allem für das Mittsommer- und das Weihnachtsfest. Aber auch viele Deutsche sind Stammkunden im Schwedenmarkt, sagt Helge Drescher.

Wer etwas Besonderes probieren will, sollte sich eine dose „Surströmming“ kaufen. Diese schwedische Fisch-Spezialität, gegorener Hering, riecht sehr streng, wird aber von vielen Schweden als köstliche Delikatesse gesehen.

Dickhardtstraße 60, http://schweden-markt.de

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3. Herr Nilssons Godis in Friedrichshain

Die „Lösgodis“ - verschiedene Süßigkeiten in loser Form, in Berlin auch als Inhalt einer "Gemischten Tüte" vom Späti bekannt - gibt es in jedem schwedischen Supermarkt. Wer seine Tüte mal mit schwedischen Süßigkeiten füllen will, sollte zu „Herr Nilssons Godis“ gehen. Der Laden wird von einem deutsch-schwedischen Paar betrieben. 2011 haben sie das erste Geschäft in Friedrichshain geöffnet, heute gibt es auch in Prenzlauer Berg eine Filiale.

Wühlischstraße 58 / Stargarder Str. 58; http://notvincent.de/hn

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4. Café Valentin in Neukölln

Noch ein schönes Café, in dem man schwedisches Gebäck bekommt. Hier gibt es selbstverständlich auch Kanelbullar, aber auch verschiedene Torten wie „Prinsesstarta“ (Prinzess-Torte), eine Torte mit Schlagsahne und Marzipan. Im Café Valentin wird man von schwedischem Personal bedient.

Sanderstraße 13,https://www.facebook.com/cafevalentin/

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5. Schwedische Botschaft

Die Nordischen Botschaften in der Rauchstraße sind nicht nur wegen der interessanten Architektur einen Besuch wert. Hier gibt es auch regelmäßige kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Ausstellung über schwedische Kinderliteratur, die am 11. April von Prinz Daniel von Schweden eröffnet wird.

Rauchstraße 1, http://www.swedenabroad.com/de-DE/Embassies/Berlin/

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6. Schwedische Kirche (Victoriaförsamlingen)

Hier versammeln sich viele Exil-Schweden. Abgesehen von den Gottesdiensten gibt es unter anderem ein Café und eine Bibliothek.

Landhausstraße 26-28, https://www.svenskakyrkan.se/berlin

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Johannes Tangeberg ist Redakteur bei der schwedischen Zeitung Katrineholms-Kuriren. Derzeit arbeitet er im Rahmen des Internationalen Journalisten-Programms als Gastreporter bei der Berliner Zeitung.