Klaus Wowereit (SPD) räumt an diesem Donnerstag seinen Stuhl als Regierender Bürgermeister Berlins. Seit Juni 2001 stand er an der Spitze des Senats und prägte die Entwicklung der Hauptstadt seitdem maßgeblich mit.

In seiner Amtszeit sorgte der SPD-Politiker mit griffigen Zitaten immer wieder für Schlagzeilen auch jenseits des reinen Politikbetriebs. So stießen etwa sein öffentliches Bekenntnis zur Homosexualität und sein vermeintlich ausschweifendes Partyleben auch überregional auf Resonanz.

Nach der Popularität kam der Flughafen

Die 13 Jahre Regierungszeit – das zeigen auch die Zeichnungen unseres Karikaturisten Heiko Sakurai – haben Wowereits Image jedoch gewandelt. So galt er anfänglich als Partylöwe und populärer Hoffnungsträger der SPD. Immer wieder wurde er als möglicher Kanzlerkandidat gehandelt.

In den letzten Jahren geriet Wowereit allerdings vor allem wegen der Querelen um den Hauptstadt Flughafen BER zunehmend in die Kritik. Erst der im Ende August angekündigte Rücktritt verhalf ihm wieder zu mehr Beliebtheit.

Am Donnerstag übergibt Wowereit sein Amt voraussichtlich an den designierter Nachfolger Michael Müller (SPD). Der wird sich jedoch gehörig strecken müssen, um ein ähnlich karikaturistisches Potential wie sein Vorgänger zu liefern.

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