In Berlin gibt es über 150 öffentliche City-Toiletten. Die Benutzung ist in der Regel kostenpflichtig. Menschen mit einer Behinderung, die auf behindertengerechte Toiletten angewiesen sind, erhalten für die barrierefreien Anlagen einen Toilettenschlüssel zur kostenfreien Nutzung.

Das am häufigsten frequentierte WC steht am S-Bahnhof Unter den Linden in Mitte. Dort wurden laut Betreiber Wall GmbH im Jahr 2015 genau 30.261 Nutzungen gezählt. Das sind etwa 80 pro Tag. Mit 28.736 Toilettengängen folgt die Einrichtung an der Schloßstraße in Steglitz. Auf Platz drei liegt die Groß-Ziethener Chaussee mit 27.205 Nutzungen.

Auf die Toilette am Ostpreußendamm in Steglitz beispielsweise haben sich im ganzen Jahr 2015 nur 1245 Menschen verirrt. Das sind im Schnitt lediglich 3,5 Personen pro Tag. Alle Berliner City-Toiletten zusammen wurden im Jahr 2015 rund drei Millionen mal genutzt.

Berlin braucht neues Toiletten-Konzept

Nach 25 Jahren wurde der Vertrag mit dem Unternehmen Wall für die Betreibung der Berliner City-Toiletten vom Senat zum 31. Dezember 2018 gekündigt. Wie es danach mit den öffentlichen Toiletten weitergeht, ist derzeit noch unklar. Man arbeite an einem neuen „Toilettenkonzept“ für Berlin. Das soll im Sommer vorliegen, sagte Matthias Tang, Sprecher von Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne).

Man wolle die Standorte der City-Toiletten bewerten und prüfen, ob die Interessen unterschiedlicher Nutzergruppen wie Touristen oder behinderten Menschen ausreichend berücksichtigt sind. „Öffentliche Toiletten wird es auch in Zukunft geben“, sagt Tang. Durchaus auch so viele wie jetzt. (BLZ) 

Die folgende Liste zeigt alle City-Toiletten in den jeweiligen Stadtteilen (Stand 2015). An erster Stelle steht die jeweils am häufigsten genutzte: