Berlin - Ein Berliner Arzt, der Schwerkranken mit einem nicht für ihr Leiden zugelassenen Medikament helfen will, soll 16 Millionen Euro an diverse Krankenkassen zurückzahlen. Regressforderungen in dieser Höhe haben zum Streit der Kassen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin geführt: Sie muss für den Arzt haften, weil der das Geld nicht aufbringen kann. Das KV-Vorstandsmitglied Günter Scherer wirft den Kassen vor, dass ihre Zusagen, die Kosten für Verschreibungen des Arztes zu übernehmen, nichts wert seien. Immerhin macht die Summe 1,3 Prozent der Honorare aus, die die KV 2019 an alle Berliner Kassenärzte für Behandlungen weiter verteilte.

Der Arzt, der anonym bleiben will, behandelt seit vielen Jahren Patienten mit Multipler Sklerose (MS) – eine unheilbare, meist schubförmig auftretende Nervenkrankheit, die zu Lähmung oder Tod führen kann. Der Mediziner setzte zur Linderung sogenannte Immunglobuline ein. Die sind für die Behandlung verschiedener Krankheiten, jedoch nicht für die Behandlung von MS zugelassen. Sie können aber unter Umständen helfen.

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