Anwohner riefen Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbüros am vergangenen Sonnabend nach Charlottenburg. Aus einem Müllcontainer im Hinterhof eines Hauses an der Fasanenstraße mauzte es. Als Tierschutzbüro-Mitarbeiter Stefan Klippstein den Container öffnete, fand er inmitten des Laubs einen zugeklebten Karton, aus dem ein klägliches Jammern drang.

Wie Müll hatte jemand drei Katzenbabys entsorgt. Die etwa sechs Wochen alten Tiere waren bereits dehydriert und litten an starkem Wurm- und Flohbefall. „Hätten die Anwohner das Jammern der Katzenbabys nicht bemerkt, wären die Kleinen vermutlich verhungert oder verdurstet“, so Klippstein. Die drei Katzenkinder hat das Deutsche Tierschutzbüro in eine private Pflegestelle gebracht, wo sie jetzt liebevoll gesund gepflegt werden.

Das Aussetzen von ungewollten Tieren stellt laut Klippstein einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Wer Tiere zudem so aussetzt, dass sie qualvoll sterben, begeht eine schwere Straftat, die mit bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet werden kann.
Das Deutsche Tierschutzbüro bittet daher um Hinweise auf den Täter. „Wer die Katzenbabys erkennt, der kann sich bei uns oder der Polizei melden“, so Klippstein.

Das Aussetzen der Katzenbabys ist kein Einzelfall. Allein in diesem Sommer musste das Berliner Tierheim 1143 Tiere aufnehmen. (kop.)