Berlin - Der Tauentzien liegt an diesem trüben Spätwintermorgen noch im Schlaf. Nur im KaDeWe brennen ein paar Lichter. Um kurz vor 7 Uhr fährt ein Sicherheitsmann die Rollläden an den 20 Schaufenstern hoch. Es ist wie ein Weckruf für die Geschäfte ringsherum. Der Tag kann beginnen. Das KaDeWe jedoch schläft nie. In dem gediegenen Koloss am Wittenbergplatz sind viele der rund 2000 Mitarbeiter außerhalb der Öffnungszeiten und abseits der 60.000 Quadratmeter großen Verkaufsflächen im Einsatz. Sie haben einen großen Anteil daran, dass das 1907 eröffnete Luxuskaufhaus bis heute eine der größten Attraktionen Berlins ist.

In der Konditorei unterm Dach duftet es verführerisch nach Gebäck und Schokolade, und der Lärm ist ohrenbetäubend. Wie Schulglocken läuten die fünf Öfen, wenn die Backzeit vorbei ist. In drei Stunden, um 10 Uhr, müssen die 40 Mitarbeiter 250 Torten, 1500 Petits Fours und zahlloses Gebäck für die berühmte Feinschmeckeretage im sechsten Stock fertig haben.

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