Berlin - Es summt und brummt in den Prinzessinnengärten an der Hermannstraße, die Bienenvölker machen sich über den Klee her. Damit hier bald noch mehr Honig- und Wildbienen genügend Futter finden, stellt der 13-jährige Jonte gerade im Rahmen seines Projektes „Naturschutz2go“ und in Kooperation mit „Go Nature“ einen Saatgut-Automaten auf. Dazu hat er einen alten Kaugummi-Automaten mitgebracht, den Tim und Marie von Go Nature auf einen Holzpfeiler schrauben. In seiner Heimat Bremen hat Jonte schon sechs davon umgebaut, der siebte soll nun die Biodiversität in Berlin fördern.

Für 50 Cent können Naturliebhaber daraus eine Saatgut-Kapsel ziehen und einen Quadratmeter auf Freiflächen bepflanzen, wie etwa auf dem eigenen Balkon, im Garten oder in den Prinzessinnengärten. „So kann jeder etwas beitragen“, sagt Jonte. Da auf dem Friedhof immer mehr Gräber weichen, entstehen dort Freiflächen, die das Projekt seit drei Jahren nutze, erklärt Bennar Markus, einer der Geschäftsführer der Prinzessinnengärten. Den Automaten stellen die Naturschützer dort auf, wo auch das Umweltbildungsangebot stattfindet und etwa Schulklassen ihr eigenes Beet anlegen können.

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