Kerzen gibt es nicht. Auf dem Tisch stehen aber ein paar farbenfrohe Törtchen. Eine durchaus angemessene Speise an diesem feuchtkalten Nachmittag Mitte Januar. Anastassiya Dranchuk hat Geburtstag. 29 Jahre wird sie alt. Abgesehen davon gibt es noch etwas zu feiern. Ganz plötzlich hat sich die bizarre Auseinandersetzung zwischen der international erfolgreichen Pianistin und der Berliner Ausländerbehörde entspannt. „Es sieht gut aus“, sagt Anastassiya Dranchuk und lächelt. Das war vor drei Wochen noch anders.

Dafür, dass dieser Fall zu einem guten Ende kommen wird, muss allerdings der Innensenator persönlich eingreifen. Ein ganzes Jahr lang hat Anastassiya Dranchuk mit der Berliner Ausländerbehörde gerungen. Es war eine Auseinandersetzung, die bizarr zu nennen eine Untertreibung wäre. Die Situation war vollkommen verfahren. Anastassiya Dranchuk hätte das Land auf Beschluss der Ausländerbehörde Ende des Monats verlassen müssen. Anderenfalls drohte ihr die Abschiebung. Jetzt kommt plötzlich Rettung von höchster Stelle.

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