Aus der Bundesregierung gibt es Kritik an der Absicht des Friedrichstadt-Palastes, künftig keine Diplomaten aus 83 schwulenfeindlichen Ländern zu Premieren einzuladen. Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer (SPD), sagte der Berliner Zeitung, der Kampf gegen Homophobie sei „ein zentraler Bestandteil unserer Menschenrechtspolitik.

Ich begrüße daher, wenn auch Kulturschaffende die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung, die in vielen Teilen der Welt leider noch anzutreffen ist, in aller Deutlichkeit kritisieren.“ Allerdings halte er die Ankündigung des Theaters, einige Botschaften zu der Premiere der Show „The Wyld“ nicht einzuladen, für falsch. „Damit vertun wir eine willkommene Gelegenheit, das Thema Homophobie gegenüber unseren Partnern zu thematisieren. Wir können für unsere Ziele nur werben, indem wir den Dialog aufrechterhalten“, so Strässer.