Gut ein Jahr nach der Ausspähaffäre bei der „tageszeitung“ hat das Blatt in einem umfangreichen Report Bilanz gezogen. Demnach hatte ein Redakteur mindestens 23 Kollegen ausgespäht, darunter 19 Frauen. Der Datendiebstahl hat sich nach den Recherchen nicht gegen die Zeitung gerichtet, sondern sei persönlichen Motiven gefolgt. Der Ex-Kollege äußert sich jedoch nicht zu den Vowürfen.

Gegen den Mann ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft. Die Zeitung hatte ihn angezeigt und ihm gekündigt, nachdem er im vergangenen Februar dabei beobachtet worden war, wie er einen sogenannten Keylogger aus dem USB-Slot eines Redaktionscomputers zog. Per Keylogger werden Eingaben eines Benutzers am Computer protokolliert, darunter auch Passwörter. (dpa)