Als „äußerst kritisch“ bewertet Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) die Entscheidung einer Berliner Waldorfschule, das Kind eines AfD-Abgeordneten nicht aufzunehmen. Nach dem, was man derzeit über den Vorgang wisse, sei die Privatschulaufsicht eingeschaltet worden, teilte Scheeres’ Sprecherin Beate Stoffers auf Anfrage am Sonntag mit. Diese lasse sich jetzt genau erklären, was hinter der Entscheidung stehe.

In der Verwaltung gab es am Wochenende zunächst unterschiedliche rechtliche Bewertungen. Denn einerseits legt Paragraf 100 des Schulgesetzes fest, dass die Aufnahme von Schülern an Privatschulen nach den Regelungen erfolgen sollte, die auch an staatlichen Schulen gelten. Andererseits hätten Privatschulen durchaus ein bestimmtes Recht, sich die Schüler aufgrund ihres Schulprofils auszusuchen. Womöglich verstoße die Entscheidung aber auch gegen das Antidiskriminierungsgesetz, hieß es weiter.

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