Nach der Überdosis während der Berlinale müssen wir uns jetzt ganz vorsichtig wieder an Filmthemen herantasten. Zum Beispiel so: Am Mittwochnachmittag war US-Botschafter John B. Emerson im Kino. Einen Tag vor dem bundesweiten Kinostart schaute er sich zusammen mit 500 Schülern aus Berlin und Brandenburg „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“ an. Der neueste Film von Hauptdarsteller, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent George Clooney hatte gerade erst während der Filmfestspiele seine Weltpremiere erlebt.

Den Kinonachmittag mit den Jugendlichen verbrachte Diplomat Emerson im Delphi Filmpalast, einem der schönsten Kinos Berlins.

Am Rande erzählte er, dass er während der Berlinale einige Filme wie „Grand Budapest Hotel“, „Monuments Men“ und „American Hustle“ (der ihm besonders gefallen hat) sehen konnte, es für seinen Geschmack aber auch gern einige mehr hätten sein können.

Auf die Frage, was seine Frau tun muss, damit er sich auch mal eine romantische Komödie antut, lacht der Botschafter: „Das mache ich. Eigentlich schaue ich mir jede Art von Filmen an. Außer Horror – die mag ich nicht, da fürchte ich mich zu sehr.“

„Monuments Men“ basiert auf einer wahren Geschichte und dem gleichnamigen Roman von Robert M. Edsel und Bret Witter. Film und Buch widmen sich einer Sondereinheit der Alliierten während des Zweiten Weltkrieges, die den Auftrag hatte, besonders bedeutsame Kunstwerke vor der Zerstörung durch die Nationalsozialisten zu retten.

Als Automobilmarke konnte Maybach zuletzt nicht genügend Milliardäre begeistern, um eine Zukunft zu haben. Ende 2012 verließ das letzte Exemplar die Manufaktur in Sindelfingen. Demnächst soll „Maybach“ als Modellbezeichnung für die Topvariante der Luxuslimousine der Mercedes-S-Klasse Wiederauferstehung feiern.

Derweil wird die Marke Maybach deutlich unterhalb der Preisbereiche der bisher für 300 000 bis 500 000 Euro verkauften Limousinen versilbert – nein, in diesem Zusammenhang muss man wohl sagen: vergoldet. Am Mittwochabend wurde die Eröffnung des „weltweit ersten Flagship Store Maybach – Icons of Luxury“ am Kurfürstendamm 171 mit Gästen wie den Schauspielern Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Anna Loos, Moritz Bleibtreu und Jürgen Vogel gefeiert. Auf der Gästeliste waren feine Unterschiede zu beachten: Hinter dem Namen von Schauspieler Thomas Kretschmann stand „Markenbotschafter“, was in der Übersetzung aus der Sprache der Marketingleute bedeutet, dass er dafür Geld bekommen dürfte, das alles super zu finden.

Auch Noah Becker (der Sohn von Boris B.) verdiente sich an diesem Abend als DJ was dazu. Die meisten anderen Gäste wurden wohl - das ist bei Ladeneröffnungen so üblich - mit Produktproben milde gestimmt. Die Schauspieler Sven Martinek („Luxusweibchen? Hatte ich schon! Anstrengend und langweilig...“) und Simon Licht („Für mich ist Zeit Luxus.“) freuten sich über Sonnenbrillen. Simon Licht auf die Frage nach ihrem Wert: „Man hat mir gesagt: 1500 Euro.“

Wer hier einen Sattel für 8000 bis 12.000 Euro kauft, der bekommt einen Hausbesuch zur Vermessung des Pferdes, denn er kann schließlich nicht mit dem Gaul zum Kudamm reiten. Über den Preis des teuersten Produkts im Laden gingen die Meinungen auseinander: Am Eingang hieß es noch: „Die Brille da drüben für 45.000 Euro.“ Etwas später sagte eine Fachkraft: „Diese Brille aus Gold mit Diamanten kostet 38.000 Euro.“ Man sollte zuschlagen, wenn sie unter 200 Euro fällt...