BerlinFür den beliebten Kiez-Buchladen Kisch und Co wird es ernst. Nachdem der Mietvertrag für die Geschäftsräume in der Oranienstraße 25 in Kreuzberg nicht verlängert wurde, hat der Vermieter – die in Luxemburg ansässige Victoria Immo Properties V S.à r.l. – eine Räumungsklage eingereicht. Am 5. Februar nächsten Jahres soll vor dem Landgericht darüber verhandelt werden, wie jetzt bekannt wurde. Der Buchladen, der seit mehr als 23 Jahren in der Oranienstraße existiert, kämpft um seine Zukunft. „Wir geben nicht auf, wir machen weiter“, sagt Thorsten Willenbrock, 55, der den Laden mit einem Geschäftspartner führt.

Während die Vermieter in ihrer Klage vorbringen, dass der Buchladen zum Verlassen der Räume verpflichtet sei, weil das befristete Mietverhältnis Ende Mai ausgelaufen sei, weist Rechtsanwalt Benjamin Hersch, der Kisch und Co vertritt, die Forderung zurück. Er argumentiert, dass das Mietverhältnis „auf unbestimmte Zeit“ geschlossen worden sei und nicht wirksam gekündigt oder befristet wurde. Außerdem führt er an, dass die Geschäftsinhaber durch die Beendigung des Mietverhältnisses „im Kern ihrer Berufsfreiheit“ betroffen seien, indem ihnen die bislang ausgeübte Tätigkeit „empfindlich erschwert und möglicherweise sogar unmöglich gemacht“ werde.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.