Röddelin - Schon wieder geht die Tür. Ein junges Paar schiebt sich in den Raum, in dem Kostüme über Kostüme hängen und bereits vier Kunden scheinbar wahllos nach etwas Passendem suchen. Es ist warm in dem Raum mit den vielen bunten Kleidern, Jacken, Hosen und Hüten. Wo soll man da anfangen? Etwas ratlos sehen sich Diana Freyer und ihr Freund um. Sie suche etwas für den Fasching am Sonnabend, erklärt die 24-Jährige der Chefin des Hauses, Annette Abert „Ein Dirndl wäre nicht schlecht“, ergänzt die junge Frau. Da habe sie was da, sagt Annette Abert und kommt schon bald mit dem Gewünschten zurück. „In diesem Jahr gehen Dirndl besonders gut“, sagt sie. Oder die Wildecker Herzbuben. Aber auch Kostüme der 70er-Jahre sind Renner.

Es herrscht keine Not in der Kostümwerkstatt von Annette Abert im uckermärkischen Röddelin, einem Ortsteil von Templin. Noch nie ist wohl ein Kunde hier mit leeren Händen wieder gegangen. Über 5 000 Kostüme lagern im Erdgeschoss und in der ausgebauten Dachetage. 98 Prozent davon haben Annette Abert und ihre drei Mitarbeiterinnen, darunter eine Auszubildende, selbst geschneidert.

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