In diesem Jahr werden es viele Eltern ganz besonders schwer haben, einen Kita-Platz für ihr Kind zu finden. „Gerade für Eltern mit einem ersten Kind wird es ganz eng werden“, sagt Katrin Molkentin vom Landeselternausschuss Kita. Denn die Wartelisten vieler Kitas seien schon mit Geschwisterkindern und bereits registrierten Schwangerschaften gut gefüllt. „Auch nach dem August wird es wohl kaum besser“, sagte sie. Verstärkt würden Eltern anfragen, wie sie ihr Recht auf einem Kita-Platz ab dem ersten Geburtstag ihres Kindes zur Not einklagen können.

Mehr als 15 Klagen und Eilklagen sind bereits vor dem Verwaltungsgericht anhängig. Der Paritätische Wohlfahrtsverband geht davon aus, dass in diesem Jahr bis zu 3000 Plätze fehlen könnten. „So eng war es lange nicht“, sagte Kita-Referent Torsten Wischnewski-Ruschin. Er und weitere Kita-Betreiber haben das genau berechnet. Seit mehreren Jahren nämlich würden zum Sommer eines Jahres immer etwa fünf Prozent mehr Plätze gebraucht als zum Ende des Vorjahres. Am Jahresende 2017 lag die Zahl der angebotenen Kita-Plätze nach Angaben der Senatsverwaltung bei 163.000 Plätzen, wobei etwa 5000 offen waren.

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