Berlin - Schon im Foyer des Bezirksamtes Mitte an der Karl-Marx-Allee wird deutlich, wie begehrt derzeit Kita-Plätze sind. Die Kita- und Hort-Gutscheinstelle sei bis zum 19. Juli geschlossen, steht da auf einem Zettel, der mit Tesafilm an einer Säule im Eingangsbereich angebracht ist. „Diese Maßnahme ist erforderlich, um die ’Antragsflut’ aus den vergangenen Monaten so abzuarbeiten, dass die Eltern rechtzeitig zum 1. August oder zum 1. September einen Kita-Gutschein erhalten“, heißt es dort weiter.

Offenbar schafft es der Bezirk Mitte nur noch auf diese Weise, den ab dem 1. August geltenden Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr sicherzustellen. Doch was ist mit den Eltern, die kurzfristig einen Kita-Platz für ihr Kind benötigen, weil sie gerade eine neue Arbeit gefunden haben? Nur mit einem gültigen Kita-Gutschein, der die persönlichen Daten und Einkommensverhältnisse von Eltern enthält, kann man sich überhaupt auf die Suche nach einem Krippenplatz machen. In dem Gutschein wird auch festgestellt, ob Betreuungsanspruch nur für einen halben Tag oder länger besteht.

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