Berlin - Der frühere Flughafenchef Rainer Schwarz kann darauf hoffen, von der Flughafengesellschaft FBB trotz Kündigung weiterhin Geld zu bekommen. Das von ihm angestrengte Klageverfahren vor dem Landgericht Berlin, das dort am Donnerstag zu enden drohte, wird nun doch fortgeführt. Und es ist möglich, dass es mit einem Vergleich abgeschlossen wird, der Schwarz Zahlungen beschert. „Es kann gut sein, dass das Verfahren ohne eine weitere mündliche Verhandlung mit einer Verständigung zu Ende geht“, sagte Björn Retzlaff, der Vorsitzende Richter der 93. Zivilkammer. Eine Entscheidung, von der Schwarz profitiert, wäre auch im Interesse der Flughafengesellschaft.

Das Staatsunternehmen steckt in einem Dilemma. Zwar kann es Schwarz’ Forderung, weiterhin Gehalt zu bekommen, nicht einfach so akzeptieren – das würde die Öffentlichkeit, die den Ex-Manager als einen der Schuldigen am BER-Desaster identifiziert hat, kritisieren. Doch ein Sieg vor dem Landgericht Berlin und ein Urteil gegen Schwarz könnte für die FBB teurer werden.

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