Der Generalunternehmer des neuen Einkaufszentrums „Mall of Berlin“ ist zahlungsunfähig. Über das Vermögen der Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH sei das Insolvenzverfahren eröffnet worden, teilte das Amtsgericht Charlottenburg mit. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Knut Rebholz bestellt, heißt es in der Bekanntmachung zur Verfahrenseröffnung vom 8. Dezember.

Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über den Fall berichtet. Bei der Berliner Staatsanwaltschaft ging eine Anzeige wegen Insolvenzverschleppung gegen den Generalunternehmer ein. „Wir prüfen die Vorwürfe“, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch. Das Unternehmen Fettchenhauer mit Sitz in Berlin war nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Das Einkaufszentrum mit 270 Geschäften wurde Ende September eröffnet. Neben der Mall wird aber noch an einem Hotel und Wohnhäusern gebaut. Nach RBB-Informationen warteten Ende November neun Unternehmen auf die Bezahlung offener Rechnungen über mehr als vier Millionen Euro. (dpa)