Berlin - Noch bis mindestens 27. Oktober 2013 muss sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit dem BER-Debakel auseinandersetzen. Dann nämlich soll der neue krisen- und skandalgebeutelte Hauptstadtflughafen endlich eröffnet werden. Bis dahin muss Wowereit bei seinem Streifzug durch Berlin Fragen und Debatten zum lästigen BER-Thema aushalten.

FREITAG. Am Tag, als der Flughafen noch mehr Ärger zu machen beginnt als ohnehin schon, steht Klaus Wowereit in einer Messehalle mit lauter Musik und blickt auf eine Stereoanlage. Zwei Männer im Anzug reden auf ihn ein, sie fuchteln mit einer Fernbedienung, „alles top quality“ hört man den einen sagen, und „natürlich easy browsing“, den anderen. Klaus Wowereit lässt ihre Begeisterung an sich abprallen wie ein Tennisschläger den Ball, er sieht auf die bauchigen, auf irritierende Weise an Espressomaschinen erinnernden Lautsprecherboxen und macht: „Mhmhm.“ Erst als die Moderatorin Sylvie van der Vaart hinter einer Badezimmerfassade hervorspringt, die Fotoapparate klicken und die beiden Manager vor Begeisterung über die gelungene Überraschung aufschreien, bekommt Klaus Wowereit den zugewandten Blick, den er an- und ausschalten kann.

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