Zepernick - Ein fünfjähriger Junge aus dem Panketaler Ortsteil Zepernick (Barnim) hat sich am Mittwochmorgen allein auf den Weg nach Berlin gemacht – weil er Spielzeug kaufen wollte. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte sich der Junge zu Hause offenbar unbemerkt von seinen Eltern angezogen und das Haus verlassen. Er war auf sein Fahrrad gestiegen und zum S-Bahnhof Röntgental gefahren. Dort wollte der Knirps in die S-Bahn der Linie S 2 einsteigen. Doch dabei wurde er von dem S-Bahn-Fahrer bemerkt. „Weil es auf dem Bahnhof keine Aufsicht gibt, nahm der Triebfahrzeugführer den Jungen mit bis zum Bahnhof Bornholmer Straße und gab ihn dort in die Obhut der Bundespolizei“, sagte Sven Drese, der Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin.

Den Beamten erklärte das aufgeweckte Kerlchen, dass er nach Berlin fahren wollte, um in der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg Waggons für seine Holzeisenbahn zu kaufen. „Der Junge erzählte uns auch, dass er sich morgens noch nicht die Zähne geputzt und auch noch nichts gegegessen hätte“, sagte Drese. Bei einem Nutellabrot und einer Banane erzählte der Junge, wo er wohnt, dass seine Mama schon arbeiten sei und sein Papa noch schlafe. „Wir haben den Vater, der seinen Sohn schon gesucht hatte, sofort verständigt“, sagte Drese. Polizisten brachten das Kind schließlich nach Hause. Hier erzählte der überglückliche Vater, dass sich sein kleiner Sohn schon einmal heimlich aus dem Haus geschlichen habe. Wie seine ältere Schwester wollte er damals für seine Familie beim Bäcker Brötchen holen.