Berlin - Die Wege heißen nach Blumen: Nelkenweg, Fliederweg, Dahlienweg. In den Parzellen werden die letzten Äpfel und Birnen geerntet, erste Beete winterfest gemacht. Der Biergarten am Vereinsheim ist mit Wimpeln geschmückt, dahinter ist ein Spielplatz mit Rutsche, Wippe und Sandkasten, auf dem gern auch Kinder aus benachbarten Kitas spielen. Im Schaukasten hängen Angebote der Woche: zwei neue Alu-Liegen, Preis Verhandlungssache; für Schlachtkaninchen werden Bestellungen entgegengenommen. Gut sichtbar ist ein Schreiben angebracht: „Bitte werdet alle aktiv und schreibt als Privatpersonen Aufforderungs-Emails an unsere Politiker!“ Denn die Gartenkolonie Oeynhausen in Schmargendorf, mit 108 Jahren eine der ältesten in Berlin, ist bedroht.

Die Schrebergartenkolonie an der Forckenbeckstraße ist nur ein Beispiel von vielen. Denn die Kleingartenfläche in Berlin ist seit dem Jahr 1947 um fast die Hälfte geschrumpft. Die Gärten mussten Industrieansiedlungen weichen, dem Straßenbau und dem Bau neuer Wohnungen. Inzwischen scheint Gartenland begehrter als je.

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