Berlin - Wenn sie sich durchsetzen, würde bald in ganz Berlin Tempo 30 gelten, und Schulessen dürfte kein Fleisch mehr enthalten. Von 2030 an müssten alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor draußen bleiben, und der BER wäre für kerosinbetriebene Flugzeuge tabu. Vorerst haben die Initiative Klimanotstand Berlin und ihre Mitstreiter jedoch ein anderes Etappenziel im Blick: Die Stadt soll zeigen, dass sie die Lage ernst nimmt – und den Klimanotstand ausrufen. Damit das geschieht, haben die Aktivisten seit Anfang Mai 43 522 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt. Am Dienstag um 5 nach 12 wurden sie Ralf Wieland (SPD), dem Präsidenten des  Abgeordnetenhauses, übergeben.

„Ihr seid ja ein bunter Haufen“, sagte ein junger Mann, als er die Klimaschützer sah, die sich für die Präsentation der Ergebnisse am Dienstag im Haus der Stiftungen in Mitte versammelt hatten. In der Tat: Vorn saßen Mediziner in weißen Kitteln – Mitglieder der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit, kurz KLUG. Die Initiative Fossil Free Berlin, die eine Welt ohne Kohle, Öl und Gas fordert, wurde von Männern in orangeroten Overalls vertreten. Grün leuchteten die Hemden der Greenpeace-Mitglieder, türkisblau war das Shirt, das seinen Träger als Mitglied des Berliner Vereins Gemeinwohl-Ökonomie auswies.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.